Inneres Kind

Aktualisiert: 21. März 2020

Es gibt einen Menschen der dem Kind, welches du einmal warst, geben kann, was es in seiner Kindheit gebraucht hätte.

Du.

Dieser Blogartikel gibt dir einen ersten Einblick in die Arbeit mit deinem inneren Kind.

Du erhält Ideen, wie du mit deinem inneren Kind in Kontakt kommen kannst, was du davon hast und worauf du achten solltest, wenn du dich auf diese Reise begibst.

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Was verstehen wir beide, du und ich, denn unter dem "inneren Kind"?

Nach meinem Verständnis ist das innere Kind dein kleines, weiches zartes Wesen in dir drin.

Das sich versteckt hält.

Das sich dir möglicherweise noch gar nicht gezeigt hat oder wenn nur zaghaft.

Es ist dein verletztes kleines Du.

Es lebt in dir fort und hält deine Wunden aus, die du zweifelsohne als Kind erlebt hast.

Diese Wunden leben in dir fort.

Und melden sich heute noch bei dir auf sehr unterschiedliche Art und Weise.

Durch Trigger, die ausgelöst werden und denen du dich ausgeliefert fühlst.

Du überreagierst in bestimmten Situationen und kannst dir nicht erklären wieso.

Vielleicht hast du Ängste oder Emotionen, die dich hin und wieder überrollen und du fühlst dich ihnen ohnmächtig gegenüber.

Bei anderen zeigen sich versteckte Emotionen auch über den Körper wie beispielsweise über Zähneknirschen, Verspannungen oder andere Symptome.

Der Ausdruck deiner Verletzungen kann ganz unterschiedlich sein.


Wie entstehen nur aber solche Verletzungen?

Im Laufe unseres Lebens werden wir geprägt.

Wir machen Erfahrungen.

Und sind als Kinder nur auf eines gepolt.

Aufs Überleben.

Das klingt jetzt viel dramatischer als es gemeint ist.

Wir sind einfach evolutionär bedingt verletzliche kleine Wesen, wenn wir das Licht dieser Welt erblicken.

Wir sind darauf angewiesen, dass sich unsere Eltern (oder Bezugspersonen) um uns kümmern.

Und damit sie sich um uns kümmern, passen wir uns so an, dass wir unser Überleben sichern.

Einverstanden?


Damit unser Überleben gesichert ist, haben wir Programme in uns abgespeichert, die dafür sorgen, dass wir uns die Verletzungen merken, die wir erfahren. Unser Körper ist so eingerichtet, dass er eine Erfahrung, die er einmal gemacht hat, so abspeichert, dass er das nächste Mal gleich vorbeugend reagieren kann, um eine erneute Verletzung zu vermeiden. Er legt Vermeidungs- oder auch Schutzstrategien an. Diese sind nicht immer zu unserem Vorteil (dazu wird es auch bald einen Blogartikel geben).


Diese einmal gemachte Verletzung bleibt aber ebenso in uns abgespeichert und kommt immer wieder hoch, wenn wir später als Erwachsener irgendwas erleben, was uns an diese damalige Situation erinnert. Das kleine Kind von damals lebt mit dieser Verletzung noch in uns und weiß immer noch nicht wie es damit umgehen soll.

Es ist ein in dir schlummerndes verletztes kleines Wesen, welches deine Wunden und Verletzungen trägt.

Es wird immer wach, wenn dich etwas antriggert.

Und dann sagt es in seine Hilflosigkeit auf unterschiedlichste Art und Weise: "Hilf mir".

Dein inneres Kind ist also ein Synonym für deine ganzen unterdrückten, versteckten Emotionen, Verletzungen, Gefühle und Schmerzen.

Du kannst diese Vorstellung von einem inneren Kind liebevoll nutzen, um an deinen unterdrückten Themen heranzukommen.

Und es begleiten, diese zu verarbeiten.


Was habe ich für einen Vorteil, wenn ich mit der Vorstellung von meinem Inneren Kind arbeite?

Ich könnte dir jetzt die komplizierten Zusammenhänge deiner innere Prozesse und Vorgänge in deinem Gehirn versuchen zu erklären. Das würde mir wahrscheinlich nicht allzu gut gelingen und du würdest vielleicht irgendwann aussteigen, weil du ein sehr Komplexes Wesen bist. Die Vorstellung eines inneren Kindes vereinfacht diese Komplexität und soll dir dabei helfen, mit dir selbst in Kontakt zu treten. Darum geht es nämlich, mit dir selbst, mit einem gewissen Abstand in Kontakt zu treten. Um diesen Abstand zu erhalten, arbeiten wir mit dem "Trick", dass du dir vorstellst, du redest als Erwachsener mit deinem inneren Kind. Dadurch, dass du die Rolle des Erwachsenen einnimmst, kommst du automatisch viel besser an deinen in dir versteckten Themen ran. Und an diese Themen kommst du ran, in dem du quasi mit dir selbst einen Dialog führst.


Wie kann ich denn mit meinem inneren Kind reden?

Das kannst du für dich selbst rausfinden. Was sich für dich am Besten anfühlt und die besten Ergebnisse bringt. Probiere es einfach aus.


Eine Möglichkeit ist zu Beginn über eine geführte Meditation.

In einer geführten Meditation wirst du über eine Stimme und meistens auch dazu leise laufende Entspannungsmusik zu deinem inneren Kind geführt. Dafür wird deine Entspannung genutzt. Denn meistens kommen wir in der Entspannung besser mit unserem "Innenleben" in Berührung.

Mit ein bisschen Übung kannst du innere Dialoge mit deinem inneren Kind führen, um h