Über Vaterwunden die uns prägen und wie wir sie auflösen können

Heute soll um eine unserer größten Wunden gehen.

Deine.

Und meine.

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In der letzten Zeit begegnen mir immer mehr Frauen, die alle ein Thema haben.

Eine Wurzel.

Einen Ursprung.

Eine gemeinsame tiefe Verletzung, die sie geprägt hat.

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Heute wird es Zeit, dass wir darüber sprechen.

Das ich darüber schreibe.

Um dir zu zeigen, dass du nicht allein bist.

Mit deiner Wunde.

Das wir sie kollektiv erlebt haben.

Und wir sie gemeinsam tragen können.

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Eine Wunde zugefügt von abwesenden Vätern.

Auf die eine oder andere Art abwesend.

Ihr Rolle nicht annehmend.

Nicht weil sie nicht wollten.

Sondern weil sie nicht konnten.

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Es geht nicht um Schuld.

Und auch nicht um lautes Feminismusschreien.

Es geht nicht um Fingerpointing.

Oder darum die Verantwortung von dir zu weisen.

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Es geht um deine Wunde, die dich geprägt hat.

Die bei uns schwelt.

Bei der einen mehr und bei der anderen weniger ausgeheilt.

Aber da.

Immer noch oder gerade im Moment da.

Eine unserer Urwunden.

Unserer tiefsten, schmerzhaftesten, ursprünglichsten.

Eine Wunde, die unser Wesen ausmacht und uns geprägt hat, wie keine andere.

Die uns ausmacht.

In unserer Beziehung zu uns selbst.

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Es geht darum, dass du dich so sehr danach gesehnt hast, das er da ist.

Das er dich gehalten hätte, als du ihn brauchtest.

Das er dich gesehen hätte, als du es brauchtest.

Das er dich begleitet hätte in das so wichtige Vertrauen in dich selbst

Das er dir Vertrauen ins Leben gezeigt hätte.

Das er seine Rolle als Vater angenommen und der Erwachsene gewesen wäre.

Das er dir Beziehungen vorgelebt hätte.

Das er diese Wunde nicht verursacht hätte.

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Es geht darum, dass du endlich das Gefühl bekommst, gut genug zu sein.

Ohne etwas dafür zu tun.

Nur dafür, in dem du bist.

Nur dafür, wer du bist.

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Es geht darum, dass du beginnst diese alte Wunde schließen.