Weißt du was Trigger sind?

Aktualisiert: 21. März 2020

Unsere Trigger zu kennen und damit umgehen zu können, ist aus meiner Erfahrung ein wichtiger Schritt in unsere innere Freiheit. Meine wichtigste Erkenntnis aus meinem Weg zu mir selbst: Ich bin meinen Triggern nicht hilflos ausgeliefert.


Trigger sind ganz schön gemeine, nervige Dinger.

Sie haben irgendwie Macht über uns und kommen als Störenfriede immer wieder dazwischen.

In den unbrauchbarsten Momenten.

Sie quälen uns unterschiedlich stark.

Den Einen mehr, den Anderen weniger.

Ich glaube, wir haben alle Trigger.

Dieser Artikel soll dir helfen zu verstehen, was sind Trigger sind, warum du sie hast und was du gegen sie unternehmen kannst.


Was sind denn Trigger überhaupt?

Damit wir beide über das gleiche Reden oder zumindest annähernd, möchte ich für uns das Wort Trigger und was das eigentlich ist, erstmal in diesem Blogbeitrag ergründen.*


Das Wort "Trigger" kommt aus dem englischen und bedeutet übersetzt "Auslöser". Ein Trigger im psychologischen Sinne ist also ein Auslöser. In dir wird also etwas ausgelöst.


Trigger lösen bei uns ganz unterschiedliche Empfindungen aus.





Trigger sind evolutionär total sinnvoll. Stell dir vor, du begegnest einem Säbelzahntiger und du rettest dich aus der Situation. Dein Unterbewusstsein speichert diese Begegnung ab, damit du das nächste Mal, wenn du einem Säbelzahntiger begegnest automatisch, schnell und lebensrettend reagieren kannst. Dein Körper setzt dich in Bruchteil von Sekunden in Alarmbereitschaft, damit du dich retten kannst. Nichts anderes passiert bei unseren abgesicherten Triggern. Biologisch gesehen, ist das also total sinnvoll.





Was kann dich antriggern?

Da gibt es unzählige Auslöser und jeder von uns hat andere Trigger.

Das können Menschen sein, Situationen, bestimmte Verhaltensweise, Gerüche, Musikfetzen usw. Du kannst diese Liste beliebig fortsetzen.

Es gibt wahrscheinlich so viele Trigger wie es Menschen gibt.


Wie merke ich, dass ich "angetriggert" werde?

In meiner Erfahrung sind es meistens Emotionen, die uns überrollen.

Oftmals wissen wir - wenn wir uns noch nicht damit beschäftigt haben - gar nicht, was der Auslöser für die Emotion war.

Ich glaube, dass jeder von uns - mehr oder weniger ausgeprägt - angetriggert wird. Das fängt schon im Kleinen auf. Kennst du das, dass du sagst "Der regt mich auf."? Das kann schonmal ein Trigger sein. Jemand nervt dich, macht dich wütend oder traurig. Es kann aber auch ein Gefühl sein, dass du während eines bestimmten Songs immerwieder erlebst. Oder wenn du weißt, deine Familie kommt am Wochenende zu Besuch und du bist tagelang vorher gestresst, schlecht gelaunt oder angespannt. All das können Hinweise darauf sein, dass dich etwas antriggert.


Warum soll ich mich überhaupt mit meinen Triggern beschäftigen?

Diese Frage kann ich sehr gut verstehen. Meist ist das beschäftigen mit unseren Triggern eher was unangenehmes.

Ich habe erst angefangen, mich mit meinen Triggern zu beschäftigen, als meine Not (=Ängste, Panik, Depressionen, Schmerzen) groß genug war.

Du musst aber nicht warten, bis du eine große Not hast.

Dich mit deinen Triggern zu beschäftigen, hilft dir dabei dich selbst besser kennenzulernen.

Und wenn du verstehst, was dich antriggert und es dir bewusst ist, kannst du aktiv und selbstständig was dagegen unternehmen.

Denn oftmals denken wir, dass wir den Triggern hilflos ausgeliefert sind.

Das ist aber nicht so.

Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, mit den Triggern umgehen zu lernen oder sie sogar aufzulösen.

Ein erster Schritt in diese Richtung ist, zu erforschen, was deine Trigger sind und im nächsten Schritt herauszufinden, warum diese Trigger bei dir verankert sind.