Wie Leadership in echt funktioniert oder...

Aktualisiert: 8. März 2020


...die Rede von Dr. Stefan Frädrich beim World Leadership Summit oder was Affen mit Führungskräften zu tun haben


Dr. Stefan Frädrich ist promovierter Arzt, hat einen Master of Business Management, Director, Autor, Speaker, Coach, Trainer und der Gründer von GEDANKENtanken. Vor allem aber ist er eine Quelle an Inspiration zu den Themen Führung und Motivation. Er lebt meiner Meinung nach für die Weiterentwicklung jedes einzelnen Menschen und drückt das in seiner Arbeit aus. Beim World Leadership Summit war er der erste Speaker des Abends und wurde angekündigt von seinem CEO @alexandermüller.


Tipp 1: Erarbeite mit deinem Team eine gemeinsame Vision

GEDANKENtanken ist für mich derzeit eines der besten Beispiele für optimale Teamentwicklung und Zusammenarbeit.

Warum?

Nun der Auftritt von Dr. Stefan Frädrich war hoch emotional.

Offensichtlich gebeutelt von den letzten Wochen, kam er mit einer Erkältung auf die Bühne, die schnell dafür sorgte, dass er immer wieder mit seiner Stimme kämpfte und trotzdem durchzog. Besonders als er sich bei seinem Team für die Arbeit in den letzten Wochen bedankte, merkte jeder im Saal wie sehr er hinter seinem Team steht und wie eng die Bindung zu seinen Teammitgliedern ist. So eine Leistung kann ein Team nur absolvieren, wenn sie ein gemeinsames Warum haben.

Vor der Show lief - um das zu untermauern - auch die Grundüberzeugungen vom GEDANKENtanken Team über die Bildschirme. In jedem Satz konnte man die hohe Emotionalität und die Identifikation derer die es gemeinsam (!) erarbeitet haben, herauslesen. Wenn interessiert, wie genau das aussieht, kann sich das unter https://www.gedankentanken.com/ueber-uns anschauen. Das sind keine Grundwerte die von oben vorgegeben und auf einer Betriebsversammlung mal eben in 3 Nebensätzen erwähnt wurden. Das war echte Verbindung miteinander, erarbeitet miteinander.


Tipp 2: Hinterfrage alles, auch dich selbst. Und ermutige dein Teammitglieder dasselbe zu tun.

Als ein anschauliches Beispiel erzählte Dr. Stefan Frädrich die Geschichte mit den 5 Affen.

Der Eine oder Andere mag diese Geschichte kennen. Stefan Frädrich stellte die Geschichte mit den 5 Affen in seiner Rede vor und adaptierte diese auf das Thema Führung. Für alle die, die diese Geschichte nicht kennen hier kurz die Story.

In der Story mit den 5 Affen geht es darum, dass Wissenschaftler 5 Affen in einem Käfig Bananen zur Verfügung gestellt haben, die über eine Leiter zu erreichen waren. Immer wenn ein Affe zu den Bananen klettern wollte, wurden die anderen 4 Affen nassgespritzt. Das führte schnell dazu, dass die Affen immer den Affen verprügelten, der die Leiter zu den Bananen hochklettern wollten, um ihn dazu abzuhalten. Dieses Experiment ging so weit, dass nach und nach jeder Affe ausgetauscht wurde, bis letztendlich kein Affe mehr in dem Käfig war, der zu Beginn des Experiments anwesend war. Dennoch prügelten die Affen immer noch den Affen, der die Leiter zu den Bananen hochklettern wollte (inzwischen wurde weder Wasser gesprüht, noch warum Affen anwesend die jemals nassgespritzt wurden). Am Ende folgen alle 5 Affen den gleichen Regeln, obwohl sie nicht einmal mehr wissen, warum. Und genau das ist der springende Punkt. Menschen brauchen ein Warum, sollten dies kennen und auch hinterfragen.

Und egal ob diese Geschichte nun wirklich in einem Experiment durchgeführt wurde oder eine freie Erfindung ist, sie zeigt doch sehr anschaulich, wie Teams oftmals funktionieren, wenn sie nichts hinterfragen oder auch nicht hinterfragen dürfen.

Du fragst dich, wie man das Dilemma der Affen denn nun lösen kann? Was denkst du?

Ist eigentlich ganz simpel.

Bringe einen echten Leader in den Käfig.

Denn "kein Leadership", so Frädrich, "ist, wenn man immer nur das macht, was man immer gemacht hat."


Tipp 3: Reflektiere immer, ob du mit dem was du tust und sagst, Menschen vereinst oder spaltest.

Ein echter Leader wird das Warum hinter den Dingen und Tätigkeiten hinterfragen. Und dabei ist nicht zu vergessen, was Stefan Frädrich noch gesagt hat: "Jeder ist ein Leader".

Ja wirklich jeder.

Auch du.

Jeder hat die Macht sein Leben zu hinterfragen, nach dem Sinn zu suchen und sein Leben in die Hand zu nehmen.

Er meinte beim World Leadership Summit auch, jeder Einzelne sollte sich immer wieder fragen, wie er es schaffen kann, zu vereinen und nicht zu spalten. Das ist nämlich auch ein Punkt, was einen Leader ausmacht. Die Menschen in seinem Team, in seinem Umfeld oder wo auch immer er lebt und wirkt zu vereinen. In Wahrheit spalten doch die meisten mehr als das sie für Verständnis im Miteinander sorgen. "Leadership bedeutet eine Haltung zu haben". Ein Leader wirst du eben nicht per Hierarchiebene (auch wenn einige die ich kenne das meinen).


Tipp 4: Mach deinem Team nicht die Freude kaputt

Wie kann man Menschen so richtig unglücklich machen, war auch eine der Fragen die ich in der Rede von ihm sehr spannend fand.

Auch relativ einfach.

Und gemein.

Sage zu Ihnen: "Freu dich nicht zu früh".

Boom.

Jegliche Vorfreude ist dahin.

Und auch das beobachte ich sehr oft bei Führungskräften.

Kennst du das auch?

Mitarbeiter werden in Angst und Vorsicht gehalten.

Bloss keine Freude aufkommen lassen.

Das könnte die Menschen ja motivieren, mit Freude an etwas zu arbeiten.

Wer will denn sowas?