Wut

Aktualisiert: 8. Feb. 2021

Ich möchte Dich heute mit auf die Reise nehmen zu einem für die meisten eher unbequemen Thema. Dem Thema Wut.

  1. Einführung

  2. Wie die Wut in unserem Körper wirkt.

  3. Wut einmal neutral betrachtet.

  4. Die Potenziale der Wut

  5. Warum fällt es uns so schwer mit unserer Wut umzugehen?

  6. Meine Erfahrungen mit unterdrückter Wut.

  7. Wie kommst du in Kontakt mit deiner Wut?

  8. Was hat jetzt nochmal mein Körper mit meiner Wut zu tun?

  9. Wie kann ich meiner Wut Luft machen?

  10. Was mache ich, wenn ich auf/vor meine/n Kinder/n wütend werde?


1. Einführung

Wut ist offenbar eine Emotion mit der wir alle nicht so richtig können. Wut ist etwas was uns schwer fällt und ich habe in der letzten Zeit einige Fragen dazu bekommen und deshalb mache ich heute eine Blogartikel für dich, um dir ein paar Wege zu zeigen deine Wut besser kennenzulernen und sie besser zu verstehen. Zunächst hilft es oftmals sich damit zu beschäftigen, was eine Emotion eigentlich ist, wie sie entsteht und warum sie da ist. Denn was wir verstehen macht uns weniger Angst (zur Angst wird es demnächst auch ein Blogartikel geben).


2. Wie die Wut in unserem Körper wirkt.


In einem unserer ältesten Systeme, dem limbischen System im Gehirn, da gibt es

einen kleinen feinen Ort namens Amygdala. Und dort entstehen nach heutigem Stand der Wissenschaft einige unserer (von uns unangenehm bewerteten) Emotionen.

Spannend daran ist zu erfahren: Was ist denn da los in der Amygdala? Die Amygdala ist nämlich normalerweise eingeschränkt. Von unserer Großhirnrinde. Die passt auf und regelt alles so ein bisschen in normale Bahnen. Unter besonderen Umständen, wie bspw. Stress oder Bedrohung tritt die Amygdala auf den Plan. Sie ist schneller als die Großhirnrinde. Und durch diese Schnelligkeit überlistet die Amygdala quasi die Schranken der Großhirnrinde. Schnell zu reagieren ist ein Überbleibsel aus der Evolution und hat uns immer geholfen zu überleben. Die Amygdala sorgt dann ganz schnell dafür, dass all unser Blut in unsere Muskeln gepumpt wird. So dass wir in die Situation versetzt werden angreifen oder fliehen zu können. Di Wut als Emotion ist eine Bewegungsenergie. Sie sorgt zum Beispiel auch dafür, dass unser Körper groß wird und sich aufrichte (wenn wir sie lassen und uns nicht so verkrampfen, dass wir uns vor lauter Anspannung nicht bewegen können und zusammenkauern). Dein Herzschlag wird beschleunigt wird, deine Muskeln spannen sich an und deine Atmung geht schneller. All das sorgt dafür dass du schneller reagieren kannst auf das was da kommt.


3. Wut einmal neutral betrachtet.


Zunächst sind Emotionen einmal nicht negativ.

Nur unsere Bewertung ist es.

Wie du an der vorherigen Beschreibung gesehen hast, hilft Wut uns in bestimmten Situationen.


Stell dir doch einfach mal vor, du hättest nicht gelernt, dass Wut negativ ist. Schau dir doch einfach mal an, was Wut denn sein könnte für dich. Welche Möglichkeiten eröffnen sich dir?

Zu allererst bringt dir Wut ganz viel Kraft deinen Körper. Er ist angespannt, alles ist auf Alarmbereitschaft und du entwickelst dadurch eine enorme Energie.

Diese Energie führt dazu, dass du ganz viel Kraft hast und das führt wiederum dazu, dass du


  • Durchsetzungsvermögen entwickelst

  • entschlossen sein kannst

  • dafür sorgen kannst, dass deine Grenzen gewahrt werden,

  • dafür sorgen kannst, dass Distanz zu dir gewahrt wird.

  • deutlich wirst

  • vielleicht deinen Freiheitsdrang umsetzt und

  • dir Stabilität und Robustheit verschaffst.

Das hört sich doch gar nicht so schlecht an oder? Die meisten von uns haben aber Angst vor den Gefahren der Wut. Angst davor, dass wir, wenn wir die Wut rauslassen, Grenzen überschreiten oder vielleicht gewalttätig werden (das assoziieren doch die meisten von uns ganz schnell mit Wut). Das wir in der Rage Dinge sagen, die andere abwerten oder wir Schuldvorwürfe machen oder eben andere mit Verallgemeinerungen trifft, usw.


Ich würde mich aber gerne mit dir auf die Potenziale der Wut konzentrieren.


4. Die Potenziale der Wut.


Jetzt stell dir doch einfach mal vor, du hättest überhaupt gar keine Angst vor der Wut in dir. Du könntest diese wahnsinnige Energie und Kraft, die Wut mit sich bringen kann , für dich nutzen. Sie für dich einsetzen.

Stell dir doch nur mal ganz kurz vor, du müsstest sie nicht mehr unterdrücken, sondern könntest wirklich so in Kontakt mit ihr kommen und erfahren, dass sie dir in deinem Leben hilft.

Wäre das nicht eine super spannende Möglichkeit?

Nutze sie, um dich durchzusetzen.

Um entschlossen deinen Weg zu gehen und vor allen Dingen auch deine eigenen Grenzen zu wahren.